Königspalast

18.11.2010 - in der Kategorie: Sehenswürdigkeiten, Top 10

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Amsterdams gehört natürlich auch der Königspalast im Herzen der Innenstadt. Ursprünglich war der im klassischen Stil errichtete Palast gar nicht als Königssitz gedacht, sondern diente als Rathaus der Stadt. Erst als König Louis von seinem Bruder Napoleon zum König von den Niederlanden ernannt wurde, wurde das Gebäude im Jahr 1808 zum Königssitz umfunktioniert.

Um dem Palast genügend Stabilität zu verleihen, wurden vor der Errichtung des Fundamentes rund 13.000 Baumstämme in den Boden eingelassen. Bei der Inneneinrichtung des historischen Gebäudes hat auch der berühmte Maler Rembrandt mitgewirkt. Wenn die königliche Familie den Palast gerade nicht nutzt, kann man an einer Führung durch das Gebäude teilnehmen. Auf dem Vorplatz des Palastes, dem Dam, gibt es Imbissbuden, und es tummeln sich hier zahlreiche Schausteller.

Der Palast wurde im Jahr 1648 fertiggestellt, ursprünglich war das Gebäude auch weiß, die Steine wirken inzwischen jedoch durch die Witterungseinflüsse eher grau. Besonders sehenswert sind die Möbel aus der Zeit Napoleons und die prachtvollen Kronleuchter. Der über 500 Quadratmeter große Bürgersaal ist mit einem schönen Marmorfußboden ausgestattet und fasziniert mit seinen Säulen, Marmorskulpturen, Wand- und Deckengemälden und zahlreichen Reliefs.

Er zählt mit gigantischen 28 Metern Höhe zu den schönsten Festsälen in Europa. Ebenfalls sehr imposant ist der Gerichtssaal mit drei großen Reliefs. Ein Höhepunkt des Rundganges ist der 51 Meter hohe Glockenturm mit einem Wetterhahn auf seiner Spitze. Da die königliche Familie ihren Wohnsitz in Den Haag hat, wird der Königspalast in Amsterdam hauptsächlich für Staatsempfänge oder Feierlichkeiten genutzt. Der Palast ist im Juli und August zwischen 13 und 17 Uhr geöffnet, in den übrigen Monaten von 12.30 bis 17 Uhr.