Geschichte
Obwohl man keine alten Siedlungen gefunden hat, geht man stark davon aus, dass es Amsterdam schon während der Römerzeit gab. Zumindest deuten einige Funde aus der damaligen Zeit darauf hin. Der Boden rund um das heutige Amsterdam war früher recht feucht, so dass sie Besiedlung dieser Gebiete nicht ganz einfach war. Dennoch siedelten sich um 1250 die ersten Menschen dort an. Das erste Mal urkundlich erwähnt, wurde Amsterdam im Jahr 1275. Damals hieß es noch Amstelledamme, benannt nach dem Fluß Amstel, der durch die Stadt fließt. Im Jahr 1300 erhielt Amsterdam dann das Stadtrecht verliehen, und der Handel florierte. Nachdem die Menschen anfangs hauptsächlich vom Bierbrauen und dem Fischfang gelebt hatten, nahm die Wirtschaft immer mehr Platz ein, und Amsterdam wuchs zu einer bedeutenden Handelsstadt heran. Der Kampf zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten wurde immer heftiger. Im Jahr 1351 wütete die Pest in der holländischen Stadt, und einige Brände richteten großen Schaden an, da die Häuser damals aus Holz gebaut waren. Es wurde dann eine Vorschrift erlassen, dass nur noch Steinhäuser gebaut werden durften.
Das 16. Jahrhundert war von einem Konflikt mit den Spaniern geprägt. Die Spanier erhoben Anspruch auf das Land und wurden vom spanischen König sogar zum Katholizismus gezwungen. Die Niederländer wollten sich das nicht gefallen lassen und erklärten Spanien den Krieg. Das war der Beginn des so genannten Achtzigjährigen Krieges, aus dem die Niederländer als Sieger hervorgingen und von nunan unabhängig waren. Da es im 16. Jahrhundert viele Glaubenskriege in ganz Europa gab, kamen viele Flüchtlinge in die Niederlande. Das 17. Jahrhundert war das goldene Zeitalter für die Niederländer, denn man fuhr mit eigenen Schiffen zu den anderen Kontinenten, um Handel zu betreiben. Der Hafen von Amsterdam war damals der größte Hafen weltweit, und Amsterdam wurde ausgebaut. Das 18. und 19. Jahrhundert waren ein eher düsteres Kapitel in der Geschichte der Stadt. Im Jahr 1806 erklärte Napoleon Amsterdam zwar zur Hauptstadt der Niederlande, doch durch die Kriege gegen Großbritannien und Frankreich verarmte die Stadt zusehends. Im weiteren Verlauf gaben die Niederländer die Schifffahrt auf, und Amsterdam entwickelte sich zu einer Industriestadt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden durch Kanäle Verbindungen zum Rhein und zur Nordsee geschaffen. Zu dieser Zeit wurden auch viele wichtige Gebäude der Stadt errichtet, und 42 Forts sollten zum Schutz dienen. Im Ersten Weltkrieg wollten die Niederlande neutral bleiben, was jedoch nicht ganz gelang.
Obwohl in den 20er Jahren die Wirtschaft boomte, ereilte auch Amsterdam die Weltwirtschaftskrise. 1932 wurde ein Deich fertiggestellt, der die Nordsee und die Zuiderzee trennte. Auch in den Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt verwickelt, obwohl die Niederland sich anfangs neutral verhielten. In den 60er und 70er Jahren war Amsterdam ein Zentrum für Hippies, da Drogen hier legal beschafft werden konnten.
